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Sonntag, 30. Juni 2013

Arbeitstage in Langkawi

So sieht jetzt ein typischer Arbeitstag bei uns aus... 
Zubereiten eines Mittagessens (hier für unsere Nachbarn vom Panorama Hotel)...
...mit Möhren-Gurken-Röllchen..
 ...und Rambutan-Jelly, Kokos-Praline und Cempedak-Chips...



 ....und danach geht es ab an den Strand, zum Dösen in der Abendsonne...

 ... und später noch zum Durian-Wasserfall in der Nähe...
 ...wir Glücksschweine, wir :)





Samstag, 22. Juni 2013

Carlo

Das ist Carlo. Wir haben ihn auf einer belebten Straßenkreuzung gefunden, als er hilflos zwischen den fahrenden Autos umherlief. Also haben wir ihn auf unser Moped verfrachtet und nach Hause gefahren. Jetzt wohnt er bei uns, futtert wie wild, lernt langsam aufs Katzenklo zu gehen und schläft nachts bei uns im Bett wo er laut vor sich hin schnurrt. 
Wieso der Name Carlo? Carlo ist unser guter Freund in Italien, der auf meinen Tiger aufpasst. 




Donnerstag, 20. Juni 2013

Erstes Mittagessen im Garden of Eva

Unser erstes Test-Mittagessen war ein voller Erfolg! Vielen Dank an mein Team Willem und Sam!
Den Gästen wurde ein opulentes Menü kredenzt, bestehend aus Kürbissuppe, 3 Rohkost-Starter, Hummus, brauner Reis und der Tower of Power als Hauptgang und Rohkost-Desserts zum Abschluss.
Nom Nom Nom :)













News from Langkawi

Wir haben Internet!! Nach 4 Wochen haben wir es endlich geschafft! Man muss da manchmal schon etwas gemein und brutal werden, aber dann sind die Jungs mit dem Kabel doch endlich mal gekommen. Jetzt hoffen wir nur, dass unser tolles schnelles INternet so lange wie möglich bleibt, denn hier werden gerne mal die Internetkabel geklaut (Kupfer).
Also, soweit alles gut hier.
Wir leben auf einer Obst-Farm mit Rambutan-, Durian-, Cempedak- und Mango-Bäumen sowie einigen Kokosnusspalmen. Das Grundtsück gehört einem Chinesen und die Frau, mit der wir zusammenarbeiten, mietet es total günstig. Hier stehen 2 kleine Holzhäuschen, die eigentlich nur aus je einem Raum bestehen. Eins davon ist unser neues ZUhause. Dann gibt es noch das Gemeinschafthaus mit Küche, Büro und Badezimmer (kein Toilettenpapier. kein heißes Wasser. Aber man gewöhnt sich erstaunlich schnell an alles).
Wir leben hier mit dem Schäferhund Rebecca, die ziemlich krank ist und von uns aufgepäppelt wird, und dem kleinen flauschigen weißen Kätzchen Poseidon (wir haben uns die Namen nicht ausgedacht!). Die beiden sind beste Freunde und spielen oft zusammen. Dann haben wir vor ein paar Tagen noch ein kleines Babykätzchen auf der Straße gefunden, das jetzt auch hier lebt. Wir haben es Carlo genannt, nach unserem guten Freund in Italien, der jetzt auf meinen Tiger aufpasst.
Wir arbeiten mit Eva zusammen, uns das Projekt besteht aus einem gesunden Mittags-Cafe, der Produktion von gesunden Produkten wie Pesto, Hummus etc. sowie Kochkursen. Und das ist erst der Start, wir haben noch viele andere Ideen.
Nebenbei legen wir unseren gemüsegarten an und bauen ein Hühnerhaus, um unser eigenes Essen zu produzieren.
Ein paar Mal hab ich auch bei den Segeltörns mitgearbeitet. Eva und ihr Mann Gerd sind vor einigen Jahren um die Welt gesegelt und haben sich hier in Langkawi niedergelassen, wo sie jetzt Segel-Charter-Touren anbieten. Nicht die schlechteste Art zu arbeiten, als Smutje an Bord :)
Langkawi ist jedenfalls sehr schön, touristisch nicht überlaufen, und die Menschen sind sehr freundlich und sprechen fast alle Englisch. Es erinnert mich an einen Mix aus Orient (hauptsächlich muslimisches Land) und Fluch der Karibik (Hafenkaschemmen und viele Segelboote). Morgens hören wir den Muezzin, zusammen mit den Hähnen. Oder den Fröschen, wenn es regnet.
Die Moskitos fressen mich zwar auf, aber naja, man kann nicht alles haben.

Das als ersten Überblick. Soweit gefällt es recht gut :)

Segeltörn:
 Hafen von Kuah:
 Die Daddeldu, mit der Gerd und Eva um die Welt gesegelt sind:
 Rebecca und Poseidon:
 Gecko, Gecko
 Freier Tag am Pantai Cenang
 Unser Häuschen mit Veranda
 Die Farm
 Volunteer Sam bei der Gartenarbeit
 Malaysischer Monsun
 Meine große Liebe
 Durian und Kokosnuss - könnt es besser sein??
 Insel Rebak
 Strand auf Rebak
 :)


Mittwoch, 10. April 2013

Nach dem Auswandern kommt das Weiterwandern

Nach längerem HickHack mit fluege.de (ich lerne aber auch nie dazu, da sollte man einfach nicht buchen) haben wir nun endlich unsere Bestätigung, unsere Tickets: Am 19.5. gehts nach Kuala Lumpur, und von da aus nach Langkawi. Und dann sind wir da!
Die letzten Wochen hingegen waren kein Spaß. Ich (wir) hab mir die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht. Will ich nicht lieber in Europa bleiben (allein schon wegen meiner Familie)? Ist das Angebot aus Malaysia Sicherheit genug? Was passiert mit Tiger???
Nach schlaflosen Nächten, tränenreichen Momenten und vieeel Angst im Herzen gab schließlich das Telefonat mit Malaysia den Ausschlag. Und jetzt machen wir es einfach.
Wir haben einen Platz für Tiger gefunden: unser sehr guter und lieber Freund Carlo nimmt ihn in seiner Familie auf. Sie haben schon 3 Katzen und 2 Hunde, und Carlos Tochter Marta hat gesagt, sie würde sich gerne um Tiger kümmern. Sie ist die Freundin von dem Mädchen, das Tiger im Winter versorgt hat, als wir 2 Monate weg waren.
Ich weiß, Tiger ist da in guten Händen, und ich hoffe, er ist dort abgelenkt genug, dass er den Stress schnell vergisst. Wir haben ihn schon einen Probetag dort gelassen, und das lief ganz gut.
Für mich ist es allerdings hart. Im Winter jetzt schlafe ich jede Nacht mit ihm unter einer Decke, und oft wachen wir morgens Arm in Arm auf, er langgestreckt an meiner Seite. Dann streckt er sich, gähnt mir seinen Thunfisch-Atem ins Gesicht, murmelt vor sich hin und döst nochmal weiter.
Es bricht mir das Herz. Aber ich weiß, er kommt an einen guten Platz. Sonst hätte ich das auch nicht machen können. Ich bin Carlo und seiner Familie sehr dankbar!
Unsere Ferienhausgeschäfte übernimmt unsere Kollegin und Freundin Chiara. Unser Haus mieten wir erstmal weiter, haben aber den Vermieter etwas runterhandeln können, weil wir ja kaum da sein werden. Die Mietpreise sind soweit ich weiß, allgemein recht niedrig zur Zeit in Italien, auch dank der Krise. Dafür sind die Lebenshaltungskosten enorm. Wasser, Gas und Elektrizität kosten ein Vermögen, ebenfalls ganz normale Drogerie-Artikel (letztens erst wieder bemerkt, als ich glatt 5 Euro für Zahnseide ausgeben sollte!!) und einige Lebensmittel. Dafür steigende Arbeitslosigkeit und steigende Selbstmordzahlen. Mir tun meine italienischen Freunde hier furchtbar leid, so ein schönes Land, und dann ruiniert die Regierung (wenn denn eine da ist) alles. Aber ich hoffe, es wird sich wieder ändern.
Und in der Zwischenzeit schauen wir uns in Malaysia um.
Unsere Sachen können wir ja glücklicherweise, zumindest zeitweise, hier in unserem Haus unterstellen. Aber so viele Sachen hab ich eigentlich eh nicht. Mein restlicher Kram, den ich noch bei meinen Großeltern untergestellt hatte, ist jetzt auch weg. Müll oder Sperrmüll, und ein paar Sachen hab ich mitgenommen. Fühlt sich gut an, kaum was zu besitzen. Frei. Und trotzdem hab ich am Ende wohl 4-5 Kisten voll hier, hauptsächlich meine Medizinbücher und -Unterlagen und Klamotten.
Je mehr ich im Internet lese und mich auf das Abenteuer einlasse, umso mehr kann ich mich langsam auch auf unsere Reise freuen...

Once we commit ourselves to doing it, we change. We change ourselves from just sitting on the fence thinking about it to actually jumping in the field making a mad dash or a slow walk. When we get beyond that bend in the road, we see opportunities that we didn't see while we were sitting on the fence. We see opportunities that we couldn't have imagined.
- John Francis